Was genau tun Hosenträger in einer Bibliothek?
Natürlich gibt es ne Menge Hosen-Träger, das liegt in der Natur der Sache. Aber heute mußte ein zu katalogisierendes und inventarisierendes Medium mit einem solchen versehen werden. Ein Spiel – widersetzt sich den üblichen Formaten und muß deswegen eine Yn-Signatur bekommen (das ist die Signatur, die alles kriegt, was nicht senkrecht in die Regale will). Wobei die Vergabe einer solchen Yn-Signatur auch wiederum nur etwas für Eingeweihte ist. Üblicherweise trägt man sich in die laufende Liste ganz hinten mit der folgenden Nummer ein – ha, nicht bei Yn!!! Da haben unsere Altvorderen nämlich Lücken in die Liste eingebaut, und die wollen jetzt geschlossen werden.
Nachdem nun diese Hürde erfolgreich genommen wurde, muß das Spiel ja nun weiter im Geschäftsgang und kann das leider nicht liegend tun. Wie kommt es also in die Senkrechte? Exakt hier kommt der Hosenträger ins Spiel (Gummiband wollte ich erst nehmen, aber Kommentar von KD: Man weiß nie, wie lange das Spiel liegt (das ist ein Irrtum, sonst bräuchten wir ja keine Gummibänder), bis dahin zerlegt sich das Gummiband oder es frißt sich ein) – also: Hosenträger.
Hosenträger werden von SR verwaltet, leider hatte sie nur noch olle. Hab dann einen ollen genommen und mit Hilfe dieses Hosenträgers das Spiel aus seiner faulen liegenden Haltung in die Senkrechte gebracht. Nun steht es bei A. Kommentar KD: Ist das denn ein A? Antwort: Nein, es ist ein Yn …..
M.
Völlig off topic: Steht in unseren Leitlinien zur Bibliothekarin 2.0 nicht auch der schöne Satz: „Nimmt Container und Formate nicht wahr“? Stimmt nicht!
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