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Landleben

Das der Winter endgültig vorbei ist merke ich auch daran, daß es Zeit ist die Mausefallen aus der Kammer zu entfernen. ja, wir haben Mäuse in der Speisekammer, eigentlich wohnen die in der Feldsteinmauer, ab Oktober beziehen sie aber ihr Winterquartier bei uns im Haus. In unserem ersten Winter auf dem Land musten wir also Mausefallen kaufen. Dummerweise bin ich mit den Kindern zusammen in den örtlich Landhandel, ein wunderbarer Laden, der alles hat, was man so braucht: Legehennen, Grassamen, kleine Traktoren und: Mausefallen. Sie hatten vier Sorten vorrätig, die uns ausführlich erklärt wurden, zwei Totschlagfallen und zwei Kastenfallen. Bei der ersten Totschlagfalle würde die Maus, im Falle des in die Fallegehens, von einem kleinen Dorn durchbohrt, bei der zweiten Totschlagfalle würde der Tod durch Genickbruch herbeigeführt. Die Kinder schrieen. Wir kauften zwei Kastenfallen. In der Kammer aufgestellt und großzügig mit Speck bestückt hatten wir auch bald Erfolg, wir hatten jeden Tag Erfolg und bald das dumme Gefühl, daß die Mäuse, die wir, lebend natürlich, vor die Tür setzten bald aufs neue vergnügt in unseren Fallen saßen. Die Kleine kam auf die Idee, gefangene Mäuse mit einem roten Nagellackklecks zu markieren. Zwei Tage später hatten wir die erste markierte Maus in der Falle. Ab jetzt brachten wir die Mäuse, markiert, in den nahen Wald.

Letzten Winter habe ich stillschweigend Genickbruchfallen gekauft, eine sehr erfolgreiche Methode, sehr empfehlenswert. Die Zeit, in der die Kinder Mäuse niedlich fanden, scheint endgültig vorbei zu sein. Na ja, die Kleinen werden halt groß und außerdem ist Nagellack auch viel zu schade für Mäuse. Sab.