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S.R. und wie sie die Welt sah … Part 1 (nicht ganz so ernst zu nehmen)

Ja das mit den lieben Nachbarn ist manchmal schon ganz interessant. Interessant kann es aber auch werden, wenn man direkt gegenüber von einem Supermarkt wohnt. Einmal war ich im besagten „himmlischen“ Geschäft einkaufen und stand seelenruhig im Gang mit den Müllbeuteln, als auf einmal der Alarm los ging. Piep!Piep!Piep! Kaum piepte es durch den ganzen Laden, als sich hektisch eine junge Frau zu mir in den Gang gesellte und anfing literweise Alkohol aus ihrem Rucksack zu schaufeln. Ich hatte mich mittlerweile natürlich schon längst von den neuesten Müllbeuteltrends losgerissen und beobachtete die Szene neugierig. Nur Sekunden später kam der Marktleiter und als ob die junge Frau nicht sowieso schon ziemlich seltsam gehandelt hat, meint sie noch oben drauf: „Ich stand doch an der Kasse und wollte sie bezahlen.“ Ja klar, deswegen hatte sie die ganzen Flaschen auch in ihrem Rucksack und ist panisch davon gerannt, als der Alarm los ging :) Ihre ganzen Ausreden halfen ihr auch nicht, der Marktleiter nahm sie mit nach hinten. Damit war die Szene also für mich vorbei, ich schnappte mir meine Müllbeutel, bezahlte sie und ging nach Hause. Während ich die Straße überquere sehe ich einen jungen Mann vor dem Supermarkt ungeduldig durch die Fenster in den Laden schauen. ‘Na, auf wen der wohl wartet.’ schießt es mir nur durch den Kopf. Und tatsächlich, so bekam ich später unfreiwillig durch meine großen Fenster mit, kam ein paar Minuten später die Frau aus dem Geschäft und läuft auf den Mann zu, der ganz niedergeschlagen zu sein scheint, dass es heute keinen Alkohol gibt. Die beiden diskutieren kurz und schließlich ergreift er die Initiative und fragt Passanten nach ein wenig Kleingeld. Weitere fünf Minuten später kommt er mit einer Tüte aus dem Laden und die beiden ziehen freudestrahlend von dannen. Hat ja also doch noch geklappt.

Und was lernen wir aus der Geschichte? A) Wenn du schon etwas aus dem Supermarkt klaust und der Alarm los geht, renne lieber aus den Supermarkt und nicht in den Supermarkt.

B) Wenn du doch unter seltsamen Umständen im Supermarkt gelandet sein solltest, verhalte dich möglichst unauffällig. Kleiner Tipp: Zehn Flaschen aus dem Rucksack zu kramen und in den Gang zu stellen gehört nicht dazu.

C) Ich sollte mir definitiv ein Hobby suchen ;)

S.R.